Thursday, 2. february 2012
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/2012
12:33
Marc
Chagall: Blue Lovers
Du...
Kannst Du noch zuhören
Bis ins Morgengrauen erzähl' ich dir von mir, indem ich über dich spreche
Beschreibe die Wellenbewegungen meiner Seele, die Du auslöst
Segelnd über die Gewässer meines Seins
Betöre dich mit Worten, umhülle dich mit Sätzen
Damit du die Zeit vergisst und dich verlierst
Dich wieder findest in meinen Armen
Wie ich mich finde in deinem
Herzen
Eingesponnen in die zärtlichen Netze des Augenblicks
Berührt von schlafenden Lichtern, unterirdischem Funkeln
Spiegelglatten Seen und dem Tanz der Schmetterlinge
Bald geht die Sonne auf
Und hält dich in meiner Geschichte
Fest
Für immer
von sanfter-taenzer
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veröffentlicht in: Liebe
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Tuesday, 31. january 2012
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22:14
Das Leuchten der Freude, das ganz grundlos aus meinem Herzen bricht, die Oleanderblüte, die, der Natur trotzend, sich öffnet im Winter, Sehnsucht, die
gegen alle Vernunft in meinem Leib herumstöbert auf der Suche nach dir. Die Dreieinigkeit an diesem Tag, der in den ersten 20 Minuten seiner Existenz eine die kleine Nische bot, in der wir
wohnten eine halbe S-Bahnfahrt lang, Wange an Wange gelehnt, mit Händen auf der Suche nach Haut, dem ursprünglichsten Wissen, in dem das Du sich enthüllt und Welt wird für ein Ich, das kleine
Finger und durstige Lippen ist.
Wer mag da von Entwöhnung spreche, wenn die Gewöhnung kaum begonnen hat. Und doch ist in dieser Welt die Trennung der Normalzustand. Damit Finger wieder suchen, der
Hunger bleibt, der Glanz der Sehnsucht die Augen nässt. Wenn Liebe sich erfüllt, geht die Welt unter. Zeit dehnt sich unendlich und Gestern oder Morgen verfliegt im Nichts. Alle Schleier
sind zerrissen. Es gibt nichts mehr zu sehen. Es ist einfach viel zu hell.
von sanfter-taenzer
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veröffentlicht in: Alltägliches
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Tuesday, 31. january 2012
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21:54
ein herz will hinaus
zum tanz mit dem fahlen mond
klänge der sehnsucht
von schlanken fingern gezupft
perlen auf der haut
schweiß und glück in dieser nacht
schrei, spiegel, schrei
von sanfter-taenzer
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veröffentlicht in: Poesie
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Tuesday, 31. january 2012
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13:26
Eine Frau mit einem Hund in der S-Bahn. Die Bahn ist leer. Nun kommt sie zur Tür und küsst einen Mann. Der Zug fährt ab. Der Mann geht zum gegenüber liegenden
Bahnsteig. Die Nacht ist sehr kalt.
Mehr gibt es dazu im Moment nicht zu sagen.
von sanfter-taenzer
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veröffentlicht in: Alltägliches
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Sunday, 29. january 2012
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12:36
Der Morgen ist erst dunkelgrau, die Nacht ein Schimmer tiefes Blau, das sich zurückzieht wie ein Tier in seine Höhle. Da ist das Warme neben mir, das sich so gut
anfühlt. Haut greift und schlingt sich darum. Füllt jede Lücke aus, warmes Öl, das in eine Schale rinnt. Du… Dein warmes Blut strömt in meine Adern. Ich trinke Dich. Komm, Du, mein Du, bedecke,
überwältige mich, lass Deine Lippen nach mir greifen. Ich warte… erwarte, empfange, sprungbereit lüstern. Der Himmel wird fahl, wie er zum Fenster hereinsickert, hoch oben, fast auf den Dächern
von Wilmersdorf, wo Adler mit ausgebreiteten Schwingen darauf warten, sich in die Straßenschluchten zu werfen. Oder himmelwärts. Wilde Schreie ausstoßen, je höher die Lust am Fliegen sie
hinauftreibt zum blendenden Licht. An Deinen unendlich langen Beinen reise ich hinauf und hinunter, in jede Wölbung, jede Kontur, jeden Schatten gebe ich mich hinein, fliege Hügel hinauf und in
langen weichen Schwüngen hinab in die Täler. Ein Skifahrer in Deinem hellen Weiß. Parallel Deine Füße, keck hinaufgereckt zum Himmel. Gott betrachtet wohlgefällig sein Werk. Schmal, lange Zehen,
schön gerundetes Gewölbe, mit sanften Fäusten gleite ich hinein auf Jojobaöl. Unendliche Reise, die jeden Tag neu beginnt, in dem mein Herz wieder Deine Schönheit entdeckt. In Deinen Augen
zerfällt alles, was mich bindet an ein Leben in Zeit und Raum. Dort bleibt nur mehr da sein. Jetzt. Zusammen ertrinken in der Lust des Augenblicks, dem Schmelzen unserer Lippen, herztrunken,
beseligt. Wir rufen die Sonne wach und reisen gemeinsam.
von sanfter-taenzer
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veröffentlicht in: Leidenschaft
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Saturday, 28. january 2012
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16:04
Von dem, was zuviel ist, weniger zu bekommen, ist dir zu viel.
Das, was dir gerade angemessen ist, ersäuft mich.
Und in all dem Gewoge ertrinkt das Herz.
von sanfter-taenzer
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veröffentlicht in: Beziehung
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Saturday, 28. january 2012
6
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/2012
14:22
Jeden Morgen weht der Wind
die Blätter von deinen Augen
Geliebte.
Klare Seen umsäumt von heller Erde
empfangen das Licht des Tages.
Ich reise weit
hinein in das Blau der nördlichen Meere
mit Sehnsucht hart am Wind
und ohne Ziel außer
Eisberge zu umsegeln.
von sanfter-taenzer
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veröffentlicht in: Poesie
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Saturday, 28. january 2012
6
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02:33
Berlin Alexanderplatz, S-Bahn. Wochenendeinstiegs-Atmosphäre, leicht irre, völlig normal
um diese Zeit gegen 1:30. Der neue Samstag noch unentschlossen und dreckig, wach und schläfrig, voller Sehnsüchte, Bier und verdrängter Zärtlichkeit. Die Woche ausgeleert über der Stadt, Engel zu
Pferde unterwegs auf der Spree. Ver-rückt, neben der Spur - und in voller Fahrt genau auf dem richtigen Gleis. Eine schwarze Bommelmütze und ein giftgrüner Schal rahmen ein rosiges Gesicht, dem
die Kälte frische Farbe anhaucht... Sich am Lächeln dieser Augen betrinken... Jeden Samstag. Jeden Tag.
Kraftvolle Düfte von Sommer, der noch weit ist, der nicht mehr weit ist. Phantasie befreit in der Nacht. Der Geruch des Neubeginns in den Zellen. Knospen, Blühen,
Grünen, schwellender Aufbruch. Von Liebeslagern auf Speichern, in Kellern, auf Wiesen, Segelbooten, überall wohin Sonne, Lust, Herz sie betten, die sich verzehren nacheinander und
erfüllen.
Zarte Finger berühren, sommerheiß, regendunstig, verloren im Augenblick, gesättigt und im Aufbruch. Hingegeben an die Hitze der Nacht, Computertastaturen bedienend
am Tage. Verrückt auch das... statt den Sinn in den Sinnen zu finden. 40-Stunden-Woche Sinnlichkeit...
Liebesworte, geflüstert in zarte Ohrmuschel, zärtliches Streicheln des Bauches, sanfte Berührung der Wangen, ineinander verschränkte Finger, aneinander
reibende Füße.
Berlin Ostkreuz, S-Bahn.
Auf dem Weg.
von sanfter-taenzer
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veröffentlicht in: Leidenschaft
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Thursday, 26. january 2012
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15:43
So habe ich begonnen die Wahrheit zu schreiben und schreibe sie immer wieder von neuem.
(Frederik Hetmann in: Der wilde Park des Vergessens
Meine angespannten Schultern möchten mich nicht lassen, ich verschließe die Augen und senke den Kopf, schlage meine Hände vors Gesicht und atme ganz flach. Ein Bild
äußerster Zurückhaltung... Der Traum der Starre, die ins Nichts führt, hin zum großen Vergessen, in dem weder Schmerz noch Liebe sind. Dagegen zu kämpfen, zu versuchen, den Panzer zu
durchbrechen, bleibt wirkungslos.
Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft, sagt ein taoistischer Stratege
Sich hineinsinken zu lassen in das Innere der Starre, lässt ab von der Konzentration auf das Begrenzende. Es verschwindet und löst sich auf. Und im Inneren wächst
selbstverständliche Annahme. Schmelzen. Hingabe. Zufriedenheit. Glück. Es gibt nichts mehr zu überwinden, zu durchbrechen. Ich kann einfach hinausgehen. Selbst das klingt falsch. Es gibt kein
Draußen. Erfüllung geschieht. Ortlos.
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von sanfter-taenzer
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veröffentlicht in: Spiritualität
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Thursday, 26. january 2012
4
26
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/Jan.
/2012
02:43
Hauch
von Rosa
überfliegt dein Gesicht
und nur meine Augen
sehen
dein Herz
all seine Wünsche
sammle ich auf meiner
Haut
von sanfter-taenzer
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veröffentlicht in: Herz
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