zitternd erwarten
deine lider den morgen
finden meinen blick
morgenröte ergießt sich
über unser weiß
gemischt aus farben der lust
bedeckt mit liebe
sehnsucht antwortet der haut
federleicht farbig
zitternd erwarten
deine lider den morgen
finden meinen blick
morgenröte ergießt sich
über unser weiß
gemischt aus farben der lust
bedeckt mit liebe
sehnsucht antwortet der haut
federleicht farbig
Du. Schimmern.
Leuchten.
Deine Hand, die den Kopf hält, feine Äderchen unter hellem Elfenbein. Eintauchen in die blauen Seen. Dort spiegeln sich immer die Farben des Himmels. Eintauchen bis zum Grund des Herzens. Alles ist klar und ruhig. Alle Angst, Sorge und Lüge sind verschwunden. Das hat dort keinen Raum.
Zwei kleine Perlen schimmern zwischen geschwungenen Malvenblättern. Dein Lächeln erreicht deine Augen, kräuselt Deine Nasenwurzel, öffnet deine Lippen. Matt leuchtende Perlen aufgereiht zwischen den Sehnsuchtsschwüngen. Eine leichte Neigung nach vorne genügt schon. Hauch, Tupfen, zarte Zungenspitzen, feuchtes Gleiten umeinander. Verweilen, Anhalten im Sein. Dem Glühen zuschaun, das emporkriecht. Träge Lava. Ein Wort mit L flüsterst Du. An unser Spiel von gestern erinnernd: beim Reden sind nur Wörter mit dem gleichen Anfangsbuchstaben erlaubt. L also… Lust sag‘ ich. Liebe antwortest du…
Die Kiwistücke sind weich, ganz weich, fast kann
ich sie schlürfen, in den Mund saugen. Leicht mit der Zunge zerdrücken. Süße erfüllt meinen Mund. Sehnsucht mein Herz. Du bist da. Plötzlich bis Du da. Dein Gesicht im Morgenrot dieses unendlich
grauen Tages. Immer bist Du Morgenrot. Auch in der Mitte des Tages, wenn zart Dein Gesicht errötet. Da erscheinst Du vor mir. Dein helles Rund, klare Seen, Malvenschwünge. Duftmoleküle wehen mich
an, dringen ein. Dein Hauch wirft mich um. Mein Herz voller süßem Begehren. Feine Malventupfer öffnen mich... weiter, sehnsüchtig. Sanfte Finger umspielen meine Lippen. Malvenblüten entfalten
sich, weich schmelzender Nektar. Ich dürste nach Dir, Blüte meiner Tage, möchte Deinen Nektar trinken, Geliebte...Ein Kiwistückchen zwischen den Lippen kommst Du zu mir. Meine Lippen ergreifen,
meine Zunge umspielt, mein Gaumen spürt. Die Frucht, Dich, Süße, alles öffnet sich jäh in Taumel, Tanz und Lust.
dort wo mein sehnen
sich in deine tiefe gibt
sind welt, lust und wir
Eine Grenze zeigt sich, die dir harte Fesseln anlegt. Ein Eisenkorsett um deine Brust geschmiedet, ein Keuschheitsgürtel für Dein Herz. Ein qualvoller Schrei entsteigt deiner Brust, wenn du ihn abnehmen willst. Eingewachsen in die Haut lassen sich die Panzerringe nicht lösen von dem, das zart ist an dir.
Das ist die harte Veriante.
Die leichte ist: Das Herzkondom. Anpassungs- und gleitfähig, hauchdünn, kaum sichtbar. Du siehst aus wie immer und dein Herz ist dennoch verhüllt. Es ist doch nichts, sagst du - und doch bist du nicht ganz da...
Hingabe ersehnst du. Schmelzen in einem Du wie ein Stück Zucker im Tee.
Wo Grenze war, soll etwas sein, das begegnend sich erfüllt.
Wie geht das? Wie gelingt sich selbst erfüllende Hingabe? Was ermöglicht dir, dich auszuliefern? Dich nackt dem Du darzubieten, zitternd Berührung erwartend, schon halb aufgelöst in Sehnsüchten und doch - zurückgehalten in der Angst... Was macht es dir möglich, dein ganzes Sein dran zu geben?
Nur ein einziges... jemand ist da und sagt: Ich biete dir mein Herz an.
das sanfte an dir
perlend aus blauen seen
zerfließt zwischen uns
benetzt mein erschauerndes herz
aus lauter liebe
morgen
sag ich
heute zu morgen
bin dir einen tag
näher
und dann
sag ich übermorgen
heute - dann bist du
da
Scheu
Dein Herz
Doch voller Sehnsucht
Nach Hingabe, Wärme, Zärtlichkeit
Komm
Und schenke
Dich dem Leben
Das Dein Herz ersehnt
Komm
Du bist groß. Eng umschließt das schwarze Oberteil Deine Taille. Sehr raffiniert bringt es Deine Figur zur Geltung. Diagonal gekreuzte Bänder sind mehrfach um Dich gewunden und an Deinem Bauch zu einer Schleife verknüpft. Unauffällige und prägnante weibliche Reize. Lust auf Berührung.
Manchmal zerfällt alles.
Und dann sehe ich nur noch in den Schleiern meiner Angst-Wut wie Schönheit zerbricht. Kleine Engel mit schwarzen Bändern gewürgt liegen am Boden. Dazwischen bahnen sich dunkel Suchende den Weg, schreien nach Licht und Erlösung.
hingegossene
helle landschaften fließen
weich berührt im licht
bei dieser schönheit zu sein
eins mit ihr und mir
glück des kleinen augenblicks
und ewige lust
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