Thursday, 26. january 2012
4
26
/01
/Jan.
/2012
15:43
So habe ich begonnen die Wahrheit zu schreiben und schreibe sie immer wieder von neuem.
(Frederik Hetmann in: Der wilde Park des Vergessens)
Meine angespannten Schultern möchten mich nicht lassen, ich verschließe die Augen und senke den Kopf, schlage meine Hände vors Gesicht und atme ganz flach. Ein Bild
äußerster Zurückhaltung... Der Traum der Starre, die ins Nichts führt, hin zum großen Vergessen, in dem weder Schmerz noch Liebe sind. Dagegen zu kämpfen, zu versuchen, den Panzer zu
durchbrechen, bleibt wirkungslos.
Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft, sagt ein taoistischer Stratege
Sich hineinsinken zu lassen in das Innere der Starre, lässt ab von der Konzentration auf das Begrenzende. Es verschwindet und löst sich auf. Und im Inneren wächst
selbstverständliche Annahme. Schmelzen. Hingabe. Zufriedenheit. Glück. Es gibt nichts mehr zu überwinden, zu durchbrechen. Ich kann einfach hinausgehen. Selbst das klingt falsch. Es gibt kein
Draußen. Erfüllung geschieht. Ortlos.
.
von sanfter-taenzer
-
veröffentlicht in: Spiritualität
0
Tuesday, 24. january 2012
2
24
/01
/Jan.
/2012
01:59
Breitensteingipfel bei Fischbachau/Bayern copyright: Verfasser
So also fühlt es sich an.
Unendlich leicht wie eine Wolke, luftig, ein Hauch, sanft und doch vollkommen da.
Nachdrücklich, selbstverständlich, sicher und gewiss.
Unerwartet. Völlig evident. Jetzt.
In diesem Augenblick geht ein Raum auf in eine andere Dimension. Du hast die Wahl. Kannst eintreten. Nur Angst könnte Dich daran hindern. Doch die spielt in diesem
luftigen Augenblick von höchster Überzeugungskraft keine Rolle mehr.
Du hast plötzlich ein Wissen, das nicht aus Anstrengung, Grübeln und Gründe wälzen stammt.
Aufmerksamkeit und wache Bewusstheit haben es vorbereitet.
Und luftig weht es in deinen Innenraum, hinreißend wie ein leichter, sinnlicher Kuss.
So also fühlt es sich an, wenn Entscheidungen aus dem Nicht-Handeln entstehen.
von sanfter-taenzer
-
veröffentlicht in: Spiritualität
0
Monday, 16. january 2012
1
16
/01
/Jan.
/2012
13:21
Mein Herz ist im Frieden Gottes zuhause.
Alles, was diesen Frieden gefährdet, meide ich besser. Das sind oft Gedanken.
Es gibt nichts zu tun. Das Herbeiführen von Lösungen ist nicht meine Sache. Darum kümmern sich andere Kräfte.
Liebe ist allgegenwärtig. Meine ist auch bei dir, wenn du sie möchtest.
Mein Herz bleibt verbunden.
PS: Dazu las ich heute einen literarischen Kommentar:
"Es waren ziemlich ungewöhnliche Umstände, unter denen ihr euch begegnet seid, habe ich mir sagen lassen. Eine Ausnahmesituation. Ihr wäret nicht das erste romantische Liebespaar, das im Alltag
todunglücklich würde. Außerdem: Ihn nicht wiederzusehen, heißt ja nicht, daß du ihn nicht mehr lieben kannst. Es ist gewiss nicht gerade lustig, einen Menschen zu lieben, von dem man getrennt
ist, aber es ist und bleibt eine Möglichkeit. Und die Kraft, die Energie, die dabei entsteht, ist in der Welt."
(Aus: Frederik Hetmann: Der wilde Park des Vergessens)
von sanfter-taenzer
-
veröffentlicht in: Spiritualität
0